Frank
Vornholt

FAQ

Fragen an den Bürgermeister-Kandidaten Frank Vornholt 

Warum möchten Sie/möchtest Du Bürgermeister von Melle werden?

FV: Schon bei den Überlegungen zu meiner Landratskandidatur in 2019 habe ich gemerkt, wie sehr mir daran gelegen ist, lösungsorientiert an Aufgaben und Probleme der Politik heranzugehen. Die Unterstützung, die ich nicht nur hier in Melle dabei erfahren habe, hat mich bestärkt in der Überzeugung, dass ich mit meinem Ansatz und als Quereinsteiger eine ganze Menge in der Kommunalpolitik bewegen kann. Und es kam bei den Menschen immer gut an, dass ich quasi von außen auf die Themen und Prozesse blicke und vor Ort mit den Betroffenen nach Lösungen suche. Nachdem ich damals nicht Landrat geworden bin, sprachen mich viele Unterstützer, aber auch mir bis dato nicht bekannte Personen an, ich solle mich doch bitte nicht aus der Politik zurückziehen. Auch diesem Wunsch komme ich mit meiner Kandidatur jetzt nach. Das Amt des Bürgermeisters meiner Heimatstadt Melle ist sicher eine Herausforderung, aber eine sehr positive in meinen Augen. 

Wie ist Ihr/Dein Ansatz für Melle und in der Politik?

FV: Als jemand, der weder in der öffentlichen Verwaltung, noch in der Kommunalpolitik groß geworden ist, habe ich eine andere Sicht auf die Dinge, bringe als Nichtpolitiker eine neue Perspektive mit. Meine Ausbildung und die Führungsaufgaben bei der Bundespolizei, aber auch meine jahrelangen Erfahrungen in der Arbeit beim BMI (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat) haben mich gelehrt, lösungsorientiert zu arbeiten. Als Polizist müssen Sie Entscheidungen treffen, einen Lösungsweg finden und im BMI, gerade, wenn es um grenzpolizeiliche Angelegenheiten oder um die Ausbildung von Polizeieinheiten in schwierigen Lagen bzw. unsicheren Ländern geht, dann kann man nicht drum herumreden oder lange Prozesse in Gang setzen, da ist Handeln gefragt, damit man zu Ergebnissen kommt. Und daher geht es mir in der Politik auch zuvorderst um gute Führung und „Machen“. Um die Suche nach der bestmöglichen Lösung und deren Umsetzung.

Warum kandidieren Sie/kandidierst Du parteilos?

FV: Trotz meines großen Interesses an Politik, war ich noch nie Mitglied einer Partei. Mit meinem Landratswahlkampf als unabhängiger Kandidat ohne Parteiunterstützung war ich ein Novum in der Geschichte des Landkreises Osnabrück. Aber ich habe auch erfahren, dass es plausibel und für mich nur authentisch ist, wenn ich den Menschen erkläre, wie sehr es mir zuvorderst um Lösungen für unsere Probleme vor Ort bzw. um Vorhaben für die Zukunft unserer Region geht. Dies benötigt nicht unbedingt ein parteipolitisches Label. Bisweilen ist es sogar hilfreich, alte Strukturen aufzubrechen, und neue Wege für neue Ideen zu beschreiten.  

Welche Historie steht hinter der Unterstützung Ihrer/Deiner Kandidatur durch die CDU? 

FV: Schon während meiner Landratskandidatur war klar, dass es eine große Schnittmenge von Positionen der CDU und meinen Ansätzen und Themen gab. Aber auch meine Pluspunkte durch die Unabhängigkeit meiner Herangehensweise wurden sichtbar. Im Jahr 2014 war ich bereits einmal gefragt worden, ob ich mir eine Kandidatur als Bürgermeister für Melle vorstellen könne, fühlte mich damals aber noch nicht bereit für die Aufgabe. Als sich im vergangenen Jahr bei der CDU Melle ein Vakuum ergeben hatte, weil man im Parteivorstand zu der Überzeugung gelangt war, mit dem amtierenden Bürgermeister nicht weiter zusammenarbeiten zu können, wurde die Frage erneut an mich herangetragen. Und diesmal habe ich mich nach eingehenden Gesprächen für eine parteilose Kandidatur mit Unterstützung der CDU entschieden. Nun ist es auch offiziell: Auf dem Stadtparteitag am 6. Februar im Forum wurde ich auf Vorschlag des Stadtvorstands mit einem überwältigenden Votum der Meller CDU-Mitglieder als ihr Kandidat nominiert. Dies ist mir Motivation und Anspruch zugleich. Gemeinsam gehen wir es nun an, die Bürgermeisterwahl im Rahmen der Kommunalwahl am 12. September erfolgreich zu bestreiten.

Für welche Werte steht Frank Vornholt?

FV: Wie gerade schon beschrieben, sind meine politischen Überzeugungen und Themen mit denen der CDU eng verwandt. Ich stehe für eine wertorientierte Politik, die das christliche Menschenbild in den Mittelpunkt rückt. Ich stehe für eine Politik, die die drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichermaßen im Blick hat. Nur eine starke Wirtschaft stellt Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung und generiert Steuereinnahmen. Nur dann können wir soziale Abfederung für Schwächere leisten und in Umweltschutz investieren. Ich stehe darüber hinaus für konservative Werte wie Verlässlichkeit, Pflichtgefühl, Offenheit und Gemeinwohlorientierung. Und ich stehe für Nachhaltigkeit, die mir bei allem Tun besonders am Herzen liegt. Gemeinsam mit Ihnen möchte ich an einem zukunftsorientierten, nachhaltigen, besseren Melle für uns und unsere Kinder arbeiten. Dafür stehe ich! 

Melle. Modern. Machen. Was konkret bedeutet das für Frank Vornholt?

FV: Melle ist meine Heimatstadt, Melle und Umgebung ist meine Heimat. Melle. Modern. Machen. bedeutet für mich, Melles Zukunft in den Blick zu nehmen, unsere Stadt weiter zu entwickeln und aktiv neue Ideen umzusetzen wie z.B. ein grünes Gewerbegebiet und ein ökologisches Wohngebiet für junge Familien. Wir müssen Chancen ergreifen, Melle auch für die Zukunft zu einer hochattraktiven Stadt zum Leben und Arbeiten und für Unternehmen zu machen. Dazu gehören für mich eine serviceorientierte, gut organisierte Verwaltung genauso wie ein modernes Radwegenetz, ein buntes Vereinsleben sowie weitere Freizeitangebote. Ich möchte, dass Melle genau dafür bekannt wird. Und dazu muss man Melle eben nicht nur modern denken, sondern auch machen. Deshalb: Melle. Modern. Machen. 

Wie wichtig ist die junge Generation für Frank Vornholt?

FV: Als Familienvater von drei Kindern sagt mir die junge Generation fast täglich, welche Erwartungen sie an die Zukunft hat. Ich erlebe aber auch, welche Unsicherheiten es bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bezug auf ihre Zukunft gibt. Mein Ziel ist es, die Bildung vor Ort durch bestmögliche Ausstattung schon unserer Grundschulen zu optimieren. Digitalisierung darf kein Zukunftsbegriff mehr sein, wir müssen sie genau jetzt umsetzen, Corona hat uns die Schwächen ja buchstäblich vor Augen geführt. Ich möchte Jugendlichen in Melle darüber hinaus Chancen eröffnen, sich beruflich zu orientieren z.B. durch Firmenpatenschaften für Schulprojekte. Die Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen möchte ich u.a. durch eine Belebung der Städte-Partnerschaften erreichen. Und auch das Vereinsleben in Melle möchte ich fördern. Gerade jetzt sind einige unserer Vereine bedingt durch Corona in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Da dürfen und werden wir sie nicht alleine lassen. Die junge Generation ist unsere Zukunft und sie liegt mir ganz besonders am Herzen! 

Sie sind/Du bist Sprecher der Bürgerinitiative „Keine 380kV am Teuto“. Wofür steht die BI und was haben Sie/ habt Ihr bisher erreicht?

FV: Die Bürgerinitiative setzt sich dafür ein, dass die 380kV-Höchstpannungstrasse, die zwischen Wehrendorf (Bad Essen), Lüstringen (Osnabrück) und Gütersloh (Westf.) gebaut werden soll insbesondere dort, wo Menschen wohnen und wo Natur- und Artenschutz betroffen sind, als Erdkabel verlegt wird. Unsere klare Botschaft lautet: Energiewende ja, aber menschen- und naturverträglich ausgestaltet. Wir haben bisher immerhin schon erreicht, dass die gesamte Strecke des EnLAG 16 (Projekt 16 des Energieleitungsausbaugesetzes) vom Gesetzgeber als Pilotstrecke für die Erprobung von Erdverkabelung ausgewiesen ist. Wir haben neben der Aneignung von Fachwissen etliche Termine einberufen und Veranstaltungen organisiert, um mit Politik, Verwaltung und betroffenen Bürgern ins Gespräch zu kommen und unser Anliegen vorzutragen. Wir arbeiten weiter daran, die Umsetzung technisch bestmöglich für das Osnabrücker Land zu erreichen.

Verlangsamt das die Energiewende?

FV: Dass die Energiewende umgesetzt werden muss, steht für uns, wie gesagt, außer Frage. Doch wir können nicht mit dem einen Vorhaben zugunsten unserer Umwelt unsere weiteren Schutzaufträge von Mensch, Natur und Arten konterkarieren. Wir haben frühzeitig gesagt, mit einem Erdkabel können wir gut leben und die Grundstückseigentümer tragen die Last des Erdkabels auch mit. Nur lassen wir uns auf eine Freileitung gerade dort nicht ein, wo es die Zerstörung unserer Landschaft, die Entwertung von Wohneigentum, die Gefährdung von Gesundheit und Artenschutz zur Folge hätte. Insofern treten wir ausschließlich für eine Energiewende ein, die in allen Belangen an morgen denkt.

Wir haben im Bereich Melle noch weitere Bürgerinitiativen. Ist das ein Phänomen unserer Zeit? Was heißt das für Sie/Dich?

FV: Zuallererst betrachte ich eine Bürgerinitiative im Grunde als einen Hilferuf der Bürger an Politik und Verwaltung. Etwas soll gebaut oder vernichtet werden, gegen das sich betroffene Anwohner zur Wehr setzen wollen. Und meistens geschieht dies ja eben nicht in Form eines reinen Protests, sondern geradezu in Form der ehrenamtlichen Erarbeitung von Alternativen oder Kompromisslösungen. So ist das in unserer BI „Keine 380kV am Teuto“ und so erlebe ich es auch bei der Bürgerinitiative „Grün statt Grau“, die sich für die Umsetzung eines Gewerbegebiets unter Berücksichtigung ökologischer Maßstäbe einsetzt und hier einige Ideen entwickelt hat. Für mich als Bürgermeister hieße das, mich mit diesen Bürgern umgehend in Verbindung zu setzen, um erstens ihre Probleme anzuhören und mir zweitens ihre Anregungen vortragen zu lassen. Dann würden wir sehen, was genau sich umsetzen lässt. Gemeinsam geht so etwas in der Regel viel besser. Das ist ein Umgang, wie ich ihn mir vorstelle: lösungsorientiert und bürgernah.